Kapitel 1
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 2
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 3
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 4
Baubeschreibung
Slowfly Acrobat
Kapitel 4: Endmontage und Einfliegen

Als nächster Schritt werden nun die Anlenkhebel für das V-Leitwerksteil gefertigt. Die V-Leitwerksteile mit einem 2 mm Ø Bohrer in der innersten Ecke des 90° Winkels durchbohren. Durch diese Löcher werden jeweils ein 2 mm Ø Bowdenzugrohr aus Kunststoff mit der Länge von 20 mm durchgesteckt und mit Sekundenkleber festgesetzt. Auf der Unterseite sollte das Rohr maximal 1 mm überstehen. Mit einer Stecknadel 0.5 mm Ø wird nun jeweils ein Loch in der Oberseite des Rohres parallel zur Drehachse durchgepiekst. Abstand zum Leitwerk: 14 mm.

Nun wird der V-Leitwerksträger von hinten auf das Rumpfrohr geschoben und die V-Leitwerksteile aufgesteckt. Sie müssen sich leichtgängig drehen lassen! Zum Fixieren nehme ich wieder M3 Nylonschrauben, 7-8 mm lang und auf 1.4 bis 1.5 mm Ø aufgebohrt. Die Kohlefaserstabdicke fällt immer etwas unterschiedlich aus. Somit muss man etwas mit der Bohrerdicke spielen. Die Nylonschrauben sollten sich schwer auf die Kohlefaserstäbe schieben lassen, dadurch ergibt sich eine gute Fixierung. Nun den Hauptflügel zwischen die Flächenhalter des Rumpfrohres klemmen. Die schon vorgefertigten 5 und 3 mm Ø Aluminiumhülsen von oben auf die Flächenhalter stecken und mit UHU plus sichern. Der Flügel befindet sich nun zwischen zwei Aluminiumhülsen eingeklemmt in den Flächenhaltern. Durch vorsichtiges Zurückbiegen der Flächenhalter kann der Flügel jederzeit wieder herausgenommen werden. Ein leichtes Nachfeilen der Trägerschlitze oder Aufdicken der Flächenträger mit UHU plus lässt den Sitz des Flügels optimal und einfach einstellen!

Feinjustierung des V-Leitwerks zum Hauptflügel:
Das zusammengesteckte Flugmodell auf einen Tisch stellen und über den Flügel zum V-Leitwerk peilen. Den V-Leitwerksträger solange justieren, bis alle Teile im richtigen Winkel zueinander sitzen. V-Leitwerksträger mit Sekundenkleber fixieren.

Fertigung der V-Leitwerksanlenkung:
Die Schub- oder auch Zugstangen bestehen hauptsächlich aus 1 mm Ø Kohlefaserstangen. An beiden Enden wird jeweils 0.5 mm Ø Federstahldraht zur Anlenkung verwendet. Der eine Federstahldraht wird nur auf 90° abgewinkelt und später direkt befestigt. Der andere Draht wird auf halber Länge mehrfach gebogen, so dass eine V-Form im Draht entsteht. Sehr, sehr wichtig! Dieses V dient als Puffer für harte Stöße und schont somit das Getriebe in den Servos. Auch die mechanische Feinjustierung der Schubstangenlänge wird durch einfaches Auf- oder Zubiegen dieser V-Form vorgenommen. Für jede Schubstange jeweils einen Draht mit dem V in der Mitte biegen und das lange Ende leicht beschleifen. Das beschliffende Ende mit dem Kohlestabende verkleben. Ich fixiere beide Stäbe mit etwas Schrumpfschlauch und verklebe die Stäbe anschliessend mit etwas UHU plus. Versuche haben gezeigt, dass auch hier UHU plus immer noch die beste Haftung zeigt. Nun die Ruderhörner der Servos mit zusätzlichen 0.5 mm Ø Löchern versehen. Die Schubstangen mit der noch offenen Seite durch die Schubstangenführungshalterösen schieben. Das abgewinkelte Ende der fertigen Seite durch die Ruderhörner stecken. Der andere Federstahldraht wird mit dem abgewinkelten Ende von oben durch den Leitwerksanlenkhebel gesteckt. Nun das V-Leitwerk mit einem Anstellwinkel von ca. 2° fixieren. Den Kohlefaserstab und den Stahldraht parallel zusammenführen. Den Kohlefaserstab auf genaue Länge kürzen. Auch diesen Stahldraht beschleifen. Wieder kleine Schrumpfschlauchenden benutzen und beide Stangen zusammenschrumpfen. Nun die Justierung der Gesamtlänge jeder Stange durch leichtes Hin- und Herschieben vornehmen, dann auch hier mit UHU plus beide Stangen verkleben. Bei den Servos über die abgewinkelten Drahtenden auf der unteren Seite des Ruderhornes jeweils ein winziges Stück Schlauch herüberziehen und mit UHU plus sichern. An den V-Leitwerksteilen bleiben die Drahtwinkel frei. Durch die Biegung der Schubstangen drücken sich die Drahtwinkel automatisch in die Anlenkungshalter. Nun die Schubstangenführungshalter auf dem Rumpfrohr in die richtige Position schieben und drehen und mit Sekundenkleber verkleben.
Durch herausziehen der Drahtwinkel und Abziehen der M3 Nylonschrauben lassen sich die V- Leitwerksteile für den Transport bequem abmontieren.

Einfliegen des Slowfly Acrobats:
Für die ersten Flüge werden Akku und Empfänger nur mit Tesafilm am Rumpfrohr befestigt. Der Akku wird direkt hinter dem Fahrwerksträger befestigt, der Empfänger kurz dahinter. Der Drehzahlregler wird zwischen Motor und Fahrwerksträger positioniert, also weit weg vom Empfänger. Sehr wichtig!
Merke: Großer Abstand zwischen Regler und Empfänger = wenig Störungen!
In dieser Anordnung sollte der Schwerpunkt ungefähr stimmen.

Nach dem Einfliegen kann durch U-förmiges Biegen zweier 0.5 mm Ø Ferderstahldrähte ein sehr einfacher Akkuhalter gefertigt und montiert werden.
Der Schwerpunkt liegt 80 mm von der Flügelvorderkante entfernt!
Der Slowfly Acrobat fliegt am besten, wenn er

  1. etwas kopflastig ist,
  2. die V-Leitwerksteile etwas hoch stehen (ca. 2°)
Beim Bodenstart auf glattem Untergrund beträgt die Rollstrecke bis zum Abheben ca. 80 cm. Zum normalen Herumfliegen reicht 50% Gas völlig aus.
Wenn die ersten Flugstunden absolviert und man das Modell gut im Griff hat, sollte man schon mal mit dem "Herumturnen" anfangen. Kreise und Achten auf engstem Raum gehören später zum normalen Fliegen (8 x 8 Meter).
Geht an einem lauen Sommerabend mit Eurem (Hund) Modell spazieren. Mit TADIRAN Akkus kann ein solcher Spaziergang gut eine Stunde dauern. Das Thermikschnüffeln in ca. 150 m Höhe sowie das Hang- oder Deichfliegen bei leichtem gleichmäßigen Wind zeigen die vielfältige Einsetzbarkeit Eures neuen Modells. Auch als Wasserflugzeug mit superleichten Schwimmern hat sich der Slowfly Acrobat bereits bewährt. Ihr werdet nach kurzer Zeit begeistert sein und die vielen Arbeitsstunden schnell vergessen.

Viel Spaß und gutes Gelingen
wünscht Euch Euer

Tom Slowfly

Zum Seitenanfang