Mein Name ist Thomas Koch, wohnhaft in Delmenhorst bei Bremen. Meine Anfänge im Modellbau bzw. als Modellflieger gehen zurück ins Jahr 1961, wo ich als zwölfjähriger Schüler mit dem Bau meines ersten Freiflugmodells KADETT, entwickelt von Heinz Denzin und über die Firma Graupner vertrieben, begann. Dieses Modell war so gut durchkonstruiert, dass es mir durch seine guten Flugeigenschaften wegflog und ich es auch nicht wiederbekam. Ein zweites Modell, der Doppeldecker KAPITÄN vom gleichen Konstrukteur, "entfleuchte" mir ein Jahr danach auf die gleiche Weise. Jahre später nutzte ich meine freie Zeit bei der Bundeswehr, um mit einer Metz "Tip, Tip" Funkfernsteueranlage das Modellsegelfliegen zu erlernen. "Gummischnipsen und Thermikschnüffeln", wie wir es damals nannten.

Die eigentliche Modellfliegerei begann für mich mit der ersten Digital Proportional Funkfernsteuerung 1971 während meines Ingenieurschulstudiums in Paderborn. Durch die Entwicklung dieser Funkfernsteuerungen wurde die Modellfliegerei plötzlich zum, na ja, Kinderspiel und es kam zu weniger Prellungen und Abstürzen. Paderborn war für mich zu der Zeit die Hochburg des Modellfliegens. Es gab mehrere Modellflugplätze in der Umgebung und jedes Jahr viele Modellflugveranstaltungen, auf denen man sich eine Menge neuer Anregungen holen konnte. Wie man aus der Anzahl der Bilder erkennen kann, folgte der Bau vieler Flächenmodelle. Kurz vor Schluss meiner Studentenzeit kam dann der Durchbruch zum funkferngesteuerten Modellhubschrauber. Wieder zurück in meiner Heimatstadt Bremen habe ich dann annährend ebenso viele Hubschrauber wie vorher Flächenmodelle gebaut.
In den achziger Jahren hatte ich dann das Glück und die Gelegenheit auch bei meinen beruflichen Auslandsaufenthalten dieses Hobby ausüben zu können. Zum Beispiel Hangfliegen in Kalifornien (auf der halben Strecke zwischen Santa Cruz und San Francisco befindet sich ein idealer Platz direkt an der Küstenstraße). Sogar Hubschrauberfliegen in Ottawa oder am Stadtrand von Taipei war möglich. Mit einem Leihboot an einer Modellsegelbootsregatta auf einem See in der japanischen Stadt Tsukuba teilnehmen zu dürfen, war für mich ein Erlebnis besonderer Art.

Funkferngesteuerte Modelle zu beherrschen kann ein faszinierendes Hobby sein!

Durch meinen Beruf und der Bau eines Eigenheimes bedingt musste das Modellfliegen für eine gewisse Zeit ein wenig zurückstehen. Aber seit August 2000, angeregt durch meinen Nachbarn Werner Christen (Modellflieger seit 29 Jahren) bin ich wieder voll dabei. Allerdings in einer neuen Kategorie des Modellfliegens: Elektroflug! Und zwar genauer: SLOWFLYER.

In meinem Kapitel "Slowflyer heute - und warum?" möchte ich beschreiben, was mich an dieser Art des Modellfliegens so fasziniert.

Übrigens: die gezeigten Fotos (unter Hubschrauber und Flächenmodelle) zeigen ca. 70% meiner gefertigten Modelle. Der Rest wurde nicht fotographiert oder die Bilder haben durch die lange Zeit eine so starke Orangeverfärbung bekommen, dass sich das Einscannen nicht gelohnt hätte.

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