Die Metherstellung

Die unendliche Geschichte oder wie es mir gelang ein berauschendes Getränk herzustellen ohne den Wahnsinn anheim zu fallen...

 

 

 

Also, so einfach wie ich es mir dachte, war die Herstellung meines ersten eigenen Mets dann doch nicht. Jahrelang habe ich von einer Imkerin meinen Met bezogen, eine außergewöhnlich gute Qualität. Vor einiger Zeit bekam sie aber keinen Nachschub mehr, da der Hersteller wohl zu alt für diese Arbeit wurde. Ich war also gezwungen meinen eigenen Met herzustellen, denn das was man im Kaufhaus oder auf Märkten als Met kaufen kann ist leider nur Dreck, billig hergestellt und verwässert. Selten findet man eine Ausnahme und die ist dann auch noch richtig teuer...

 

Gut - wie fängt man es also an?

 

 

Was brauchen wir für die Metherstellung?

1 Glasballon (Inhalt 25l.)

oder

1 Plastikballon (Inhalt 25l)

1 Gäraufsatz (Stopfen und Steigröhrchen)

1 Schlauch (2Meter lang und 10mm Durchmesser)

1 sehr großen Topf (z.B für die Grünkohlherstellung)

30 leere und absolut saubere Flaschen à 0,75l

35 Korken guter Qualität

1 Waage

1 Schneebesen

5 Kaffeefiltertüten

1 Sieb

 

 

 

Ingredienzen

20 l. gutes Wasser

5 kg. Backhonig

3 l. Apfelsaft

5 Zitronen

flüssige Reinzuchthefe (Marke: Portwein)

Hefenährsalztabletten (10 x 0,8gr.)

 

 

 

Die Herstellung

Alle Geräte müssen peinlichst genau mit kochendem Wasser behandelt werden und Sauberkeit steht an höchster Stelle - ebenso übrigens Geduld, aber davon gleich mehr...

Als erstes nimmt man die Reinzuchthefe und setzt sie mit 1/2 l. Apfelsaft an (2-3 Tage). Den Apfelsaft kocht man vorher ab und läßt ihn auf 20 Grad Celsius (Kühlschrank!) abkühlen - Achtung! genau nachmessen - ist der Apfelsaft wärmer, zerstört er euch die Hefe!

Hefe reagiert super empfindlich auf eine zu warme Umgebung - also lieber etwas länger warten mit dem Impfen - sonst könnt Ihr alles wiederholen...

Dann nimmt man Wasser und Honig im Messverhältnis 1 zu 4 und bringt diese Mischung zum kochen. Das ganze gibt man dann in einen gereinigten Glasballon und steckt den Gäraufsatz drauf (zum Schutz).

Sobald die Maische eine Temperatur von 20 - 22 Grad Celsius hat impft man alles mit der angesetzten Hefe und fügt die Gärtabletten (zerstoßen) hinzu. Zuletzt fügt man die restlichen 2,5 l. Apfelsaft (wegen des Geschmacks)  hinzu. Möglich sind auch zerschnittene Apfelviertel oder 2 zerschnittene Zitronen...

 Dann heißt es

warten ....

warten ...

warten ...

 

Nach etwa 2-3 Tagen wird die ganze Maische anfangen zu gären - unschwer zu erkennen an dem sich entwickelnden Co2... in dem Gäraufsatz fängt das Wasser sich nun an stark zu bewegen (es blubbert).

Dieser Prozeß der am Anfang stürmischer abläuft und zum Ende hin ruhiger wird benötigt viel Zeit...

4 Wochen sind Minimum (je nach Außentemperatur), es kann aber auch bis zu 8 Wochen gären.

Ich empfehle die Maische völlig durchgären zu lassen - dann hat man ca. 14 - 15 % Alkohol.

Danach zieht man den jungen Met ab und erhitzt ihn, damit eventuelle Resthefe nicht nachgärt auf der Flasche (Explosionsgefahr) - bzw. die Korken springen raus... Achtung - nicht über den Verdampfungspunkt des Alkohols erhitzen, sonst habt Ihr nur noch Zuckerwasser :-) 

Dann süßt man ihn mit Honig ab und gibt Zitronensaft (frischen) hinzu, je nach Geschmack und belieben...

Jetzt kommt er nochmals in den Gärballon und soll dort für 2 Wochen ruhen (Schwebeteilchen setzten sich ab und Resthefe kann zu Boden sinken). Ich empfehle hier den Met schon vorher durch ein Kaffeefilter zu schicken, der filtert alles Grobe schon im Vorfeld raus!

Zum Schluß alles auf Flaschen ziehen und mit guten (Qualität) Korken verschließen. Kühl und trocken (liegend) lagern.

 

 

Noch Fragen und Anmerkungen?

 

DER METWOLF